Trocknungsanlagen für die Agrarwirtschaft – effizient, schonend, zukunftssicher

Die Qualität und Haltbarkeit landwirtschaftlicher Erzeugnisse hängen maßgeblich von der richtigen Trocknung ab. Zu feucht eingelagertes Getreide verdirbt durch Schimmel, Erwärmung und Schädlinge – zu heiß getrocknetes Korn verliert Keimfähigkeit und Backqualität. stela Laxhuber entwickelt seit über 100 Jahren Trocknungsanlagen für die Land- und Agrarwirtschaft und deckt mit mobilen und stationären Trocknern jede Betriebsgröße ab – vom Lohnunternehmer bis zum großen Erfassungsbetrieb. Weltweit werden jährlich rund 43 Millionen Tonnen schüttfähige Ackerfrüchte mit stela-Anlagen getrocknet.

Frisch geerntetes Getreide ist ein lebendes Produkt: Es atmet, gibt Wärme ab und ist bei zu hohem Wassergehalt nur wenige Tage lagerfähig. Erst die Trocknung auf eine sichere Lagerfeuchte stoppt die biologische Aktivität und macht das Erntegut über Monate haltbar. Drei Faktoren entscheiden dabei über das Ergebnis:

  • Zielfeuchte: Sie muss exakt eingehalten werden – zu feucht bedeutet Verderb, zu trocken bedeutet Gewichtsverlust und damit verschenkten Ertrag.
  • Trocknungstemperatur: Konsumware verträgt höhere Temperaturen, Saatgut und Braugerste dagegen nur niedrige, um die Keimfähigkeit zu erhalten.
  • Gleichmäßigkeit: Nur eine homogene Durchströmung des Trocknungsguts vermeidet feuchte Nester und übertrocknete Partien.

stela-Trockner sind auf genau diese Anforderungen ausgelegt und lassen sich präzise auf Produkt, Erntefeuchte und Zielwert einstellen.

Trocknungsprodukte – von Getreide bis Saatgut

stela-Agrartrockner verarbeiten das gesamte Spektrum schüttfähiger Ackerfrüchte. Je nach Produkt und Verwendungszweck werden Bauart, Temperaturführung und Luftmenge individuell angepasst:

Stationäre Agrartrockner AgroDry®

Die stationären AgroDry®-Trockner sind die Lösung für Betriebe und Erfassungsstellen mit dauerhaftem, hohem Trocknungsbedarf. Sie arbeiten nach dem bewährten Dächerschacht-Durchlaufprinzip: Das rieselfähige Erntegut wandert allein durch die Schwerkraft von oben nach unten durch den Trocknungsturm. Quer zur Fallrichtung eingebaute, dachförmige Kanäle mischen das Gut kontinuierlich durch und führen die Warmluft gleichmäßig durch den gesamten Kornstrom – das sorgt für ein homogenes Trocknungsergebnis ohne feuchte Nester. Eine automatische Endfeuchteregelung steuert den Austrag und sichert eine konstante Zielfeuchte.

Je nach Anlagengröße und Energiekonzept stehen vier aufeinander aufbauende Systemstufen zur Verfügung – von der kompakten Einsteigerlösung bis zum hocheffizienten Großtrockner:

AgroDry® mit Abluftsystem – die kompakte Einstiegslösung

Für kleinere Trocknerinhalte ab etwa 20 m³ und Leistungen ab rund 2 t/h. Das Abluftsystem kann mit passiver Wärmerückgewinnung ausgerüstet werden: Die warme Kühlluft aus dem unteren Bereich wird zurückgeführt und wärmt die Frischluft effizient vor. Gut geeignet auch für den Einsatz alternativer Heizverfahren.

AgroDry® mit Umluftsystem – aktive Wärmerückgewinnung

Für Trocknerinhalte ab etwa 44 m³ und Leistungen ab rund 5,6 t/h. Ein zusätzlicher Umluftventilator mischt aktiv die Kühlluft und die niedrig aufgesättigte Abluft als Umluft der Warmluft bei. Gegenüber reinen Abluftanlagen ergibt sich so eine Energieeinsparung von rund 12 %.

AgroDry® mit Biturbo-System – maximale Energieeffizienz

Für große Anlagen ab etwa 60 m³ Trocknerinhalt und Leistungen ab rund 7,7 t/h. Beim Biturbo-System wird das Trocknungsgut zweistufig mit Mischluft beaufschlagt; die Abluft kann dabei bis zu 99 % relative Feuchte aufnehmen. Durch die Reduktion der Warmluftmenge um bis zu 40 % wird ein thermischer Energiebedarf ab 0,751 kWh/kg verdampftem Wasser erreicht – bis zu 50 % weniger Energie als bei herkömmlichen Trocknungsanlagen.

AgroDry® Hybrid – flexibel beheizt, fossil entlastet

Das stela-Hybridbeheizungssystem kombiniert mehrere Energieträger – etwa erneuerbare Brennstoffe wie Biomasse, Hackschnitzel oder Pellets mit konventionellem Öl oder Gas, oder Abwärme aus Biogasanlagen und Blockheizkraftwerken. Die Steuerung nutzt jeweils die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Option und reduziert so den Bedarf an fossilen Brennstoffen, etwa bei der energieintensiven Körnermaistrocknung. Das senkt Energiekosten und CO₂-Ausstoß zugleich.

Mobile Agrartrockner

Mobile stela-Trockner sind die ideale Lösung für Betriebe, die hohe Trocknungsleistung benötigen, aber keine fest installierte Anlage bauen wollen. Sie werden vormontiert auf einem Fahrgestell oder Grundrahmen geliefert, sind in kürzester Zeit einsatzbereit und in der Regel ohne Baugenehmigung aufstellbar. Das macht sie besonders attraktiv für Lohnunternehmer, wachsende Betriebe und flexible Standortkonzepte. Für viele Betriebe eröffnet die mobile Trocknung zudem ein eigenes Geschäftsmodell: Sie können die Anlage im Lohntrocknungsbetrieb auslasten und so eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen.

Mobiler Bandtrockner Typ BTLA – die flexible Allround-Lösung

Der BTLA verbindet die Bandtrocknungstechnologie der stela-Industrieanlagen mit voller Mobilität. Anders als die stationären Niedertemperatur-Bandtrockner arbeitet der BTLA produktabhängig mit höheren Trocknungstemperaturen – Mais wird beispielsweise mit Zulufttemperaturen bis zu 130 °C getrocknet. Im Gegensatz zu den stationären Bandtrocknern BT und BTL ist der BTLA auf einem Grundrahmen montiert; die Lufttechnik sitzt je nach Ausstattung der Anlage auf einem separaten Fahrgestell oder einem eigenen Grundrahmen – das macht die Anlage mobil und einfach zu montieren. Sein großer Vorteil ist die Produktvielfalt: Neben klassischen Agrargütern wie Mais oder Getreide trocknet der BTLA auch anspruchsvollere Produkte wie Hackschnitzel oder Grassamen. Durch diesen Produktwechsel auf demselben Trocknerband lässt sich die Anlage ganzjährig auslasten.

Aktuell ist der BTLA bis zu einer Trocknungszonenlänge von 14 m und einer Breite von 3 m verfügbar – transportgerecht ausgelegt.

Mobiler Umlauftrockner JUMBO – die neueste, vollentstaubte Generation

Der JUMBO ist die jüngste, auf Basis der bewährten MUF-Modelle neu aufgelegte Generation des stela-Umlauftrockners. Sein wichtigstes Merkmal ist die integrierte Staubabscheidung: Eine innovative Entstaubungseinheit nach den Richtlinien des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) sorgt für eine saubere Arbeitsumgebung. Die Trocknungs- und Kühlelemente bestehen aus hochwertig legiertem Aluminium; eine Multi-Therm-Automatik optimiert den Energieeinsatz. Beheizung wahlweise direkt, indirekt oder als Hybridsystem.

Verfügbare Modelle:

ModellLeistung/Tag

Inhalt max.

Anschlusswert

Feuerungsleistung

JUMBO 7060–70 t Mais / 110–120 t Getreide

16 t

ca. 49 kW

1.160 kW

JUMBO 11090–110 t Mais / 180–190 t Getreide

25 t

ca. 64 kW

1.744 kW

Leistungsangaben bezogen auf Mais (gereinigtes, biologisch ausgereiftes Nassgut, Schüttgewicht ca. 750 kg/m³) von 35 % auf 15 % in 24 h bzw. Getreide (ca. 780 kg/m³) von 19 % auf 15 % in 24 h.

Mobiler Umlauftrockner MUF – robust und vielfach bewährt

Der MUF ist der klassische mobile Satz-Umlauftrockner von stela mit Trocknerkörper aus hochwertigem Aluminium. Ohne Baumaßnahmen und Genehmigungen einsetzbar, ermöglicht er einen schnellen Standortwechsel. Selbstreinigende Lochbleche erlauben den universellen Einsatz für alle Körnerfrüchte – auch für Raps. Bei Produktwechsel bleibt die Sortenreinheit erhalten, bei Lohntrocknung erhält der Kunde seine eigene Ware zurück. Vier Baugrößen decken den Bedarf vom kleineren Betrieb bis zum Lohnunternehmer ab:

ModellLeistung/Tag

Inhalt max.

Anschlusswert

Feuerungsleistung

MUF 4540–45 t Mais / 65–80 t Getreide

10,5 t

ca. 18 kW

930 kW

MUF 7060–70 t Mais / 100–120 t Getreide

16 t

ca. 30 kW

1.160 kW

MUF 110100–120 t Mais / 150–170 t Getreide

25 t

ca. 49 kW

1.744 kW

MUF 170132–170 t Mais / 264–300 t Getreide

44 t

ca. 68 kW

2.325 kW

Leistungsangaben bezogen auf Mais (ca. 750 kg/m³) von 35 % auf 15 % in 24 h bzw. Getreide (ca. 780 kg/m³) von 19 % auf 15 % in 24 h.

Mobiler Durchlauftrockner Universal – kontinuierlich und kompakt

 Der Universal ist ein mobiler Dächerschacht-Durchlauftrockner mit Saugsystem, dessen Hauptkomponenten bereits werkseitig auf einem Fahrgestell vormontiert sind. Die Anlage wird vor Ort schnell und effizient mittels Hydraulik aufgestellt. Befüllt über Einfülltrichter und Elevator, wandert das Produkt durch Trocknungs- und Kühlelemente, die von dachförmigen Schächten durchzogen sind. Zur Wärmerückgewinnung wird die aufgewärmte Abluft der Kühlzone dem Warmluftstrom zugemischt. Der pneumatische Austrag gewährleistet ein optimales Rieselverhalten selbst bei sehr feuchtem Nassmais. Auch große Anlagen dieses Typs sind in wenigen Tagen vor Ort aufgebaut.

Hybridbeheizung für mobile Trockner

Auch die mobilen Trockner lassen sich mit dem stela-Hybridbeheizungssystem ausstatten und so teilweise auf erneuerbare Energieträger oder Abwärme umstellen – das senkt Brennstoffkosten und CO₂-Emissionen, ohne auf die Mobilität zu verzichten.

Waben Hintergrund

Welcher Trockner für welchen Betrieb? – Eine Orientierung

Die Wahl zwischen mobil und stationär sowie zwischen den einzelnen Bauarten hängt vor allem von Erntemenge, Produktspektrum, vorhandener Infrastruktur und Energiekonzept ab:

  • Dauerhaft hoher Durchsatz, fester Standort: stationärer AgroDry® – je größer und energiekritischer, desto eher Umluft- oder Biturbo-System.
  • Flexibilität, Lohntrocknung, kein Anlagenbau: mobile Trockner – JUMBO oder MUF für klassische Körnerfrüchte, Universal für kontinuierlichen Durchlauf.
  • Wechselnde Produkte inkl. Hackschnitzel oder Grassamen: mobiler Bandtrockner BTLA als Allrounder.
  • Staubarme Aufstellung in sensibler Umgebung: JUMBO mit integrierter Entstaubung nach BImSchG.

Im hauseigenen Technikum lassen sich bei Bedarf vorab Trocknungsversuche durchführen, um die optimale Anlage und Konfiguration für das jeweilige Produkt zu bestimmen.

Agrartrocknung in der Praxis

Wie landwirtschaftliche Betriebe und Lohnunternehmen ihre Trocknungsaufgaben mit stela gelöst haben – zwei Beispiele zeigen die Bandbreite vom mobilen Einsatz bis zur maßgeschneiderten Hallenintegration:

Hermine Brune Landhandel – mobile, staubarme Getreidetrocknung mit dem JUMBO 70

Für den Landhandel Hermine Brune entwickelte stela eine modernisierte Neuauflage des mobilen Umlauftrockners JUMBO 70. Im Mittelpunkt stand eine sauberere Arbeitsumgebung beim mobilen Trocknen: Eine integrierte Entstaubungseinheit nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) entfernt Staub aus der Abluft. Trotz der technischen Neuerungen blieben die maximalen Transportmaße erhalten. Ergänzt um ein Wiegesystem zur präzisen Prozesskontrolle und ein Eco-Mode-System mit variabler Ventilatordrehzahl, trocknet die Anlage Getreide und Mais wirtschaftlich und energieeffizient.

Murr Dienstleistungs GbR – abgesenkter AgroDry® als maßgeschneiderte Hallenlösung

Die Murr Dienstleistungs GbR im bayerischen Feldkirchen wollte einen Bestandstrockner aus den 1980er-Jahren ersetzen und nahtlos in eine bestehende Halle integrieren. Wegen der beengten Platzverhältnisse wurde der stationäre Durchlauftrockner AgroDry® MDB-TN 1/7-S teilweise im Boden versenkt und mit einer direkt an den Austragstrichter gekoppelten Abförderschnecke ausgestattet. Beheizt wird die Anlage über eine bauseitige Hackschnitzel-Biomasseheizung, ergänzt um einen Warmwasser-Wärmetauscher zur Vorheizung. Das Ergebnis: Mais wird von 35 % auf 15 % Feuchte getrocknet, bei einem Durchsatz von rund 3 t/h – perfekt in die vorhandene Infrastruktur eingepasst. Das integrierte Hybridsystem ermöglicht bei Bedarf eine Leistungssteigerung der Gesamtanlage durch einen Ölbrenner als fossile Zusatzheizung auf bis zu 4,9 t/h Durchsatzleistung.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Getreide- und Agrartrocknung

Auf welche Restfeuchte muss Getreide für die Lagerung getrocknet werden?

Für eine sichere Lagerung sollte Getreide auf einen Wassergehalt von etwa 14 % oder darunter getrocknet werden. Bei längerer Lagerung oder höheren Temperaturen gilt: je trockener, desto sicherer – ab etwa 12 % Kornfeuchte können sich Schimmelpilze, Mikroorganismen und Lagerschädlinge kaum noch vermehren. Hafer ist besonders empfindlich und sollte auf rund 12 % getrocknet werden. Wichtig ist neben der Feuchte auch eine kühle Lagertemperatur (möglichst unter 16 °C) und gute Belüftung.

Bei welcher Temperatur wird Mais getrocknet, ohne die Qualität zu schädigen?

Für Körnermais als Konsum- oder Futterware arbeiten stela-Trockner mit Zuluft- bzw. Trocknungstemperaturen von bis zu 130 °C. Entscheidend für die Produktqualität ist nicht die Lufttemperatur, sondern die Korntemperatur: Sie darf etwa 60 °C nicht überschreiten, da zu hohe Korntemperaturen zu Rissbildung, braunen Körnern und Qualitätsverlust führen. Durch die produktspezifische Temperaturführung wird das Korn schonend getrocknet, während die höhere Lufttemperatur eine wirtschaftliche Trocknungsleistung sicherstellt. Mais wird auf eine Lagerfeuchte unter 14 % getrocknet. Soll der Mais als Saatgut dienen, gelten deutlich niedrigere Temperaturgrenzen (siehe Frage zur Saatguttrocknung). stela-Trockner regeln die Temperaturführung produktspezifisch.

Welche Temperatur darf bei der Saatgut-Trocknung nicht überschritten werden?

Saatgut und Grassamen müssen besonders schonend getrocknet werden, um die Keimfähigkeit zu erhalten. Entscheidend ist dabei die Korntemperatur: Als Faustregel sollte sie bei Saatgut 40 °C nicht überschreiten; bei Ölfrüchten wie Raps liegt die Grenze mit rund 30 °C noch niedriger. Die Trocknungs- bzw. Zulufttemperatur darf in der Praxis höher liegen, solange die Korntemperatur sicher unter diesen Werten gehalten wird. Schon eine kurzzeitige Überhitzung kann die Keimrate signifikant senken. Für die schonende Saatguttrocknung eignen sich Umlauf- und Durchlauftrockner mit präziser Temperaturregelung.

Was ist besser – ein mobiler oder ein stationärer Getreidetrockner?

Das hängt vom Betrieb ab. Ein stationärer Trockner lohnt sich bei dauerhaft hohem, regelmäßigem Trocknungsbedarf an einem festen Standort – er bietet die höchste Energieeffizienz, besonders mit Umluft- oder Biturbo-System. Ein mobiler Trockner punktet mit Flexibilität: schneller Standortwechsel, keine aufwändigen Baumaßnahmen, meist keine Baugenehmigung nötig und ideal für Lohntrocknung oder schwankende Mengen. Wer verschiedene Produkte trocknet, ist mit dem mobilen Bandtrockner BTLA gut beraten. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Entscheidung sollte anhand von Erntemenge, Produktspektrum und vorhandener Infrastruktur getroffen werden.

Braucht ein mobiler Trockner eine Baugenehmigung?

In der Regel nicht. Mobile stela-Trockner wie MUF, JUMBO, Universal und BTLA sind auf einem Fahrgestell bzw. Grundrahmen montiert und gelten daher meist nicht als bauliche Anlage – das vereinfacht die Genehmigung erheblich oder macht sie entbehrlich. Die genauen Anforderungen hängen jedoch vom Standort, der Aufstellungsdauer und den örtlichen Vorschriften (u. a. Immissionsschutz) ab. Im Zweifel sollte die zuständige Behörde frühzeitig einbezogen werden.

Wie viel Energie verbraucht die Getreidetrocknung?

Der Energiebedarf wird üblicherweise in Kilowattstunden pro Kilogramm verdampftem Wasser angegeben. Moderne, energieeffiziente Durchlauftrockner erreichen Werte im Bereich von etwa 0,96 – 1,10 kWh/kg verdampftem Wasser. Mit nur 0,751 kWh/kg verdampftem Wasser setzt das stela-Biturbo-System neue Maßstäbe in der Energieeffizienz von Getreidetrocknungsanlagen und unterschreitet damit den Energiebedarf moderner Anlagen um bis zu 30 % sowie den herkömmlicher Trocknungssysteme um bis zu 50 %. Der tatsächliche Verbrauch hängt stark von Erntefeuchte, Zielfeuchte, Außentemperatur, Bauart und genutztem Energieträger ab. Wärmerückgewinnung und der Einsatz von Abwärme oder Biomasse senken die Kosten zusätzlich.

Welcher Trockner eignet sich für Raps, Hülsenfrüchte oder Grassamen?

Diese Produkte stellen besondere Anforderungen: Raps und Ölsaaten sind kleinkörnig und temperaturempfindlich, Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen, Soja) neigen bei zu rascher Trocknung zu Rissen und Schalenplatzern, Grassamen müssen für den Erhalt der Keimfähigkeit sehr schonend behandelt werden. stela-Trockner werden dafür mit angepasster Temperaturführung und Luftmenge ausgelegt; die selbstreinigenden Lochbleche der MUF sind beispielsweise auch für Raps geeignet, der BTLA verarbeitet zusätzlich Grassamen. Für die genaue Auslegung empfiehlt sich ein Trocknungsversuch im stela-Technikum.

Wie lange bleibt getrocknetes Getreide haltbar?

Korrekt auf sichere Lagerfeuchte getrocknetes und gekühltes Getreide lässt sich über viele Monate bis zu einer neuen Ernte lagern. Voraussetzung ist neben der richtigen Feuchte (etwa 14 % oder darunter) eine kühle, trockene und gut belüftete Lagerung, regelmäßige Temperaturkontrolle und sauberes, vorgereinigtes Erntegut. Die Lagerdauer variiert je nach Getreideart und deren Fett- bzw. Ölgehalt. Eine durchdachte Kombination aus Reinigung, Trocknung und Kühlung ist der Schlüssel zur Werterhaltung.

Kann ein stela-Agrartrockner mit erneuerbaren Energien oder Abwärme betrieben werden?

Ja. stela-Trockner können neben Öl und Gas auch mit Biomasse (z. B. Hackschnitzel, Getreidestroh, Pellets), Biogas oder Abwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung, Biogasanlagen und Kraftwerken betrieben werden. Das stela-Hybridbeheizungssystem kombiniert mehrere Energieträger und nutzt jeweils die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Option. So lassen sich Energiekosten und CO₂-Emissionen deutlich senken – ein zunehmend wichtiger Faktor angesichts steigender Energiepreise.

Wie schnell rechnet sich eine eigene Getreidetrocknung?

Eine pauschale Aussage ist ohne konkrete Betriebsdaten nicht möglich – entscheidend sind die jährliche Erntemenge, die durchschnittliche Erntefeuchte und deren Schwankungsbreite, die Energiekosten sowie die Konditionen des Landhandels für nasse Ware. Eine eigene Trocknung lohnt sich vor allem, wenn regelmäßig größere Mengen mit höherer oder schwankender Feuchte anfallen und so Trocknungsgebühren und Preisabschläge des Handels eingespart werden. Bei geringeren oder sehr gleichmäßigen Mengen kann auch Lohntrocknung oder eine Lagerbelüftung wirtschaftlich sein. stela erstellt im Rahmen der Beratung eine standortbezogene Einschätzung.

Unsere Referenzen

Mobiler Umlauftrockner für Mais und Getreide
in Deutschland

Trocknertyp: MUF 170
Trocknerleistung:
Mais: 44.0 t/24h von 35% auf 15%
Getreide: 264.0 t/24h von 19% auf 15%

Mobiler Durchlauftrockner für Mais und Weizen
in Deutschland

Trocknertyp: UNI 12-S
Trocknerleistung:
Mais: 2.5 t/h von 35% auf 15%
Weizen: 7.5 t/h von 19% auf 15%

Stationärer Trockner AgroDry® für Mais , Weizen und Raps
in Deutschland

Trocknertyp: MDB-TN 1-12-SB
Trocknerleistung:
Mais: 8.4 t/h von 35% auf 15%
Weizen: 28.0 t/h von 19% auf 15%
Raps: 19.6 t/h von 13% auf 9%

Mobiler Umlauftrockner für Mais und Getreide
in Deutschland

Trocknertyp: MUF 70
Trocknerleistung:
Mais: 110.0 t/24h von 35% auf 15%
Getreide: 170.0 t/24h von 19% auf 15%

Mobiler Umlauftrockner für Mais
in Ungarn

Trocknertyp: MUF 45
Trocknerleistung:
Mais: 45.0 t/24h von 35% auf 15%

Mobiler Umlauftrockner für Getreide und Mais

Trocknertyp: MUF 45
Trocknerleistung:
Getreide: 80.0 t/24h von 19% auf 15%
Mais: 45.0 t/24h von 35% auf 15%

Mobiler Umlauftrockner für Mais und Getreide
in Rumänien

Trocknertyp: MUF 170
Trocknerleistung:
Mais: 170.0 t/24h von 35% auf 15%
Getreide: 300.0 t/24h von 19% auf 15%

Mobiler Umlauftrockner für Mais und Getreide
in Rumänien

Trocknertyp: MUF 70
Trocknerleistung:
Mais: 70.0 t/24h von 35% auf 15%
Getreide: 120.0 t/24h von 19% auf 15%

Mobiler Umlauftrockner für Mais und Getreide
in Rumänien

Trocknertyp: MUF 45
Trocknerleistung:
Mais: 45.0 t/24h von 35% auf 15%
Getreide: 60.0 t/24h von 13% auf 9%

Ansprechpartner

Niedertemperatur, Durchlauftrockner, Umlauftrockner – Sie sind sich nicht sicher, was für Sie die beste Wahl ist? Gerne stehen Ihnen unsere erfahrenen Kollegen zur Seite, um gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung für Ihr Produkt zu finden. Melden Sie sich gerne ganz unverbindlich bei uns.

Telefon +49 8724 899-10
Email sales[at]stela.de

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