stela Laxhuber GmbH
Innovationen für Energieeffizienz

Innovationen für Energieeffizienz

In seiner fast einhundertjährigen Geschichte hat das Unternehmen Stela Laxhuber GmbH mehr als 4.000 Trockner in über 60 Ländern der Welt ausgeliefert und in Betrieb genommen

Auf der Agritechnica 2017 in Hannover hat die Stela Laxhuber GmbH das gesamte Sortiment an Trocknern für die Landwirtschaft präsentiert. Unabhängig davon, ob es um die Trocknung von Weizen, Roggen, Gerste, Reis oder Mais geht oder um Ölsaaten wie Raps oder Sonnenblumenkerne – für alle Getreidearten und Trocknungsvolumen stellt STELA die passenden Maschinen her.
Zurzeit gibt es im Produktportfolio des Unternehmens drei Linien von Trocknungsmaschinen. Dies sind die vollständig mobilen Portionstrockner MUF, die normalerweise keine besonderen Genehmigungen zur Aufstellung benötigen, fahrbare Trocknungsanlagen des Schachttyps Universal sowie die stationären Schachttrockner AgroDry® mit aktiver Wärmerückgewinnung. Das Design all dieser Maschinen wurde von den Fachleuten der Stela Laxhuber GmbH entsprechend ihrer Spezialisierung entworfen. Darüber hinaus stellt das Unternehmen auch nicht standardisierte Trocknungsanlagen her, die individuell den Bedürfnissen des Kunden entsprechend konzipiert und im unternehmenseigenen Prüflabor getestet werden.

Im Bereich der stationären Trocknungssysteme hat die Stela Laxhuber GmbH in diesem Jahr die patentierte, innovative Technologie Biturbo® auf der Agritechnica 2017 in Hannover vorgestellt, die im deutschen DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel einer professionellen Prüfung unterzogen wurde. Die vom Unternehmen angebotene Technologie ermöglicht es, die für die Trocknung erforderliche Menge an Heißluft um 40 % zu reduzieren, was entsprechend den Energieverbrauch gegenüber Anlagen mit konventionellen Trocknern mit aktiver Wärmerückgewinnung um 30 % senkt. Im Prinzip sieht das Trocknungsverfahren in stationären AgroDry®-Trocknern wie folgt aus: Unter Einfluss der Schwerkraft bewegt sich das Getreide im Trockner von oben nach unten. Die senkrechten Schächte, die es dabei durchläuft, sind von waagerechten Lüftungs- und Heißluftschächten durchzogen. Die verbesserte Form der Trockenschächte (mit gleichem Schnitt durch die gesamte Breite für eine gleichmäßige Druckverteilung) gewährleistet eine gleichmäßige Bewegung des Getreides, was beim Entladen ein „Hängenbleiben“ in der Säule verhindert. Die erhitzte Luft gelangt aus der Heißluftkammer von der Vorderseite über waagerechte Schächte in die Säule und durchbläst das Getreide. Dieses wird erhitzt und durch Verdampfen der Feuchtigkeit getrocknet. Des Weiteren wird die mit Feuchtigkeit gesättigte Luft mit Hilfe eines Abluftgebläses über die Lüftungsschächte nach außen abgeleitet. Die besonderen Konstruktionsmerkmale dieser Schächte gewährleisten eine optimale und gleichmäßige Trocknung des Getreides.
Bei der Biturbo®-Technologie wird frische Luft im unteren Teil der Trocknungsanlage eingesogen, wo sie durch einen Liniengasbrenner erhitzt wird und zusammen mit der bereits erhitzten Luft aus dem Bereich, in dem das Getreide gekühlt wird, weiter in die sogenannte untere Trockenzone strömt. Die Temperatur der Heißluft kann unabhängig von der oberen Trockenzone reguliert werden, was für eine besonders sanfte Trocknung des Getreides sorgt.
Die noch heiße Abluft aus der unteren Trockenzone gelangt mithilfe eines Axialgebläses in die obere Trockenzone und wird noch einmal mit Außenluft gemischt, die von einem zweiten Gasbrenner erhitzt wird. Diese heiße Luft strömt zunächst durch die Zone des Trockners, in der sich das feuchte Getreide befindet, und wird dann als verbrauchtes Mittel mithilfe des oberen Abluftgebläses abgeleitet.
Dank des energieeffizienten Systems der Belüftungsleitungen wird ein um 30 % niedrigerer Verbrauch von Wärmeenergie erreicht (verglichen mit dem gewöhnlichen Energieverbrauch ähnlicher Trockner ohne dieses spezifische Wärmerückgewinnungssystem). So beträgt z. B. der Gasverbrauch für das Trocknen von 1 t Mais bei einer Senkung der Feuchtigkeit von 35 auf 15 % bis zu 1 m³/t.
Abgesehen vom Erhitzen durch Gas kann die Luft auch mithilfe eines Lufterhitzers mit durch Flüssigbrennstoff betriebenem Fackelbrenner erhitzt werden. Um in diesem Fall die Kompaktheit und vor allem einen energieeffizienten Betrieb sicherzustellen, hat die Stela Laxhuber GmbH der Position der beiden direkten Lufterhitzer bei Projektierung und Bau des Belüftungssystems besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Auf diese Weise garantiert dieses System die Versorgung des Trockners mit Wärmeenergie. So werden für das Trocknen von 1 t Mais bei einer Senkung der Feuchtigkeit von 35 auf 15 % nur 21,7 l Dieselkraftstoff verbraucht.
Im Vergleich zu traditionellen Trocknungsanlagen hat Stela AgroDry® mit der aktiven Wärmerückgewinnung durch die Biturbo®-Technologie noch weitere Vorteile. Dies sind die Verringerung des Volumens der verbrauchten Heißluft, die verbesserte Qualität des getrockneten Getreides dank der alternativen Belüftung und der unterschiedlich regulierten Trocknungstemperaturen, geringere Staubbildung durch Filterung der verbrauchten Luft in der Feuchtproduktzone sowie die Senkung des Elektroenergieverbrauchs.

 Zum Schutz der Umwelt können Trocknungsanlagen von STELA ganz oder teilweise mit alternativen Energieträgern – Holz, Heißwasser, Dampf, Biogas, Stroh, Holzpellets oder -abfällen, Maiskolben – betrieben werden.
Um ihren Kunden nicht nur Trockner, sondern auch fertige Projektlösungen zur Verarbeitung und Lagerung von Getreide anbieten zu können, hat sich die Stela Laxhuber GmbH mit der tschechischen Ingenieurgesellschaft Pawlica s.r.o., einem Lieferanten von Silos, Reinigern und Transportanlagen, zusammengetan und das Unternehmen Stela Engineering GmbH & Co. KG gegründet. Seit 2013 liefert sie innovative europäische und amerikanische Technologien für die Trocknung, Reinigung und Lagerung von Getreide und anderen Produkten und bietet Um ihren Kunden nicht nur Trockner, sondern auch fertige Projektlösungen zur Verarbeitung und Lagerung von Getreide anbieten zu können, hat sich die Stela Laxhuber GmbH mit der tschechischen Ingenieurgesellschaft Pawlica s.r.o., einem Lieferanten von Silos, Reinigern und Transportanlagen, zusammengetan und das Unternehmen Stela Engineering GmbH & Co. KG gegründet. Seit 2013 liefert sie innovative europäische und amerikanische Technologien für die Trocknung, Reinigung und Lagerung von Getreide und anderen Produkten und bietet Unternehmen dabei verschiedene Systeme von technischen und Ingenieursdienstleistungen bis hin zur Lagerung und Verarbeitung von Getreide an. Das gemeinsame Unternehmen bietet insbesondere technische Lösungen an, die den Bedürfnissen des Kunden in höchstem Maße entsprechen, erstellt Funktionsschemen, Vorprojekte und 3D-Modelle, berät bei der Wahl der Anlage und des Auftragnehmers für die Ausführung der Bau- und Montagearbeiten und berechnet die Kosten für den Bau der Objekte.
In der Praxis sorgt Stela Engineering für die Bereitstellung der gesamten Anlagenlinie von der Annahme des Getreides bis zur Laboranalyse und Verladung, führt Bau- und Montagearbeiten (unter Heranziehung von Auftragnehmern) durch, sorgt für die Automatisierung technischer Prozesse und führt Personalschulungen und -weiterbildungen sowie die Inbetriebnahme des Objekts und weitere Serviceleistungen durch.

Am Stand des Unternehmens Stela Engineering haben wir den Inhaber und Geschäftsführer der Stela Laxhuber GmbH, Herrn Thomas Laxhuber getroffen, der uns berichtete, dass sein Unternehmen dem osteuropäischen Getreidemarkt große Aufmerksamkeit schenkt: von seiner Vertretung in Kiew aus arbeiten Spezialisten an der Realisierung von Projekten in der Ukraine, Weißrussland und Russland.

Lesen Sie hier, was Herr Laxhuber unserem Autor antwortete.

Wie viele Ihrer Trockner sind in der Ukraine in Betrieb und welchen Marktanteil streben Sie an?
— Wir haben bereits etwa 35 Stela-Trockneranlagen in die Ukraine geliefert, aber unsere Pläne gehen weiter. Wir möchten diese Zahl in der Zukunft auf 100, 150 oder 200 erhöhen. In nächster Zeit wollen wir hier für ein großes Objekt mit umfangreichem Trocknungsbedarf einen Trockner mit der von uns angebotenen innovativen Biturbo®-Technologie bauen. Bislang ist es jedoch ein Problem, dass eine solche Anlage teurer ist als die klassische Variante, obwohl sich der bestehende Preisunterschied schon nach wenigen Betriebsmonaten vollständig amortisiert.

Auf der Agritechnica 2017 sind zahlreiche Hersteller von Getreidetrocknern vertreten. Bereitet Ihnen diese Konkurrenz Schwierigkeiten? Welches sind Ihre Vorteile?
— Stela Laxhuber stellt nur die Trockner selbst her und das ist bereits unser Vorteil gegenüber einem großen Teil unserer Konkurrenten. Außerdem suchen wir ständig nach neuen technischen Lösungen, die den Prozess der Getreidetrocknung effektiv und zugleich wirtschaftlich machen. Das ist auch eine Frage der Qualität: Wir stellen Getreidetrockner schon seit 50 Jahren ausschließlich aus rost- und korrosionsbeständigem Aluminium her. In unseren Installationen werden abgesehen vom Rahmen des Trockners keinerlei verzinkte Teile verwendet, sodass sie über mehrere Jahrzehnte betrieben werden können.

Sind die Stela-Trockner in der Lage, über mehrere Monate ununterbrochen zu arbeiten, wenn das Getreide der neuen Ernte eintrifft? Wie häufig sind Wartungen erforderlich? Wie viel Personal erfordern sie?
— Unsere Trockner, insbesondere aus der Linie AgroDry, sind in der Lage, ohne Wartungspausen über die gesamte Erntezeit in Betrieb zu sein. Stela Laxhuber stellt auch Trocknungsanlagen für verschiedene Materialien in Industriebranchen her, wo sie ununterbrochen in Betrieb sind und nur einmal pro Jahr für kurze Zeit zur Wartung gestoppt werden, sodass dies für uns kein Problem ist. Und auf die Frage, wie viele Mitarbeiter erforderlich sind, will ich bildhaft antworten: Gewöhnlich reicht schon ein halber Mensch zur Durchführung der Servicearbeiten.


Unser zweiter Gesprächspartner war der Geschäftsführer des Unternehmens Pawlica s.r.o. Petr Pawlica. Ihn haben wir gefragt, ob seinem Unternehmen die Arbeit in der Ukraine leicht fällt.

Worin besteht aus Ihrer Sicht die Besonderheit der Ukraine als Agrarstaat?
– Jeder Markt ist einzigartig und hat bestimmte ihm eigene Merkmale. So ist der ukrainische Markt besonders preissensibel. In der Ukraine bilden die Basis des Agrarsektors Großunternehmen, die konkrete technische Aufgaben hinsichtlich des Baus neuer Produktionsobjekte oder der Beschaffung von Technik haben, und da die Investitionen recht hoch sind, ist insbesondere der Preis ein großes Problem. Deshalb muss ein ausländischer Hersteller wissen, dass es keinen Sinn macht, mit dem Ziel eines schnellen Profits in den ukrainischen Markt einzutreten: Man muss sich auf längere Zeit einrichten und dazu ist die entsprechende Qualität von Produktion und Technologie erforderlich.

Und wie ist allgemein Ihr Eindruck von der Agritechnica 2017?
— Super! Dieses Jahr gibt es mehr Ausstellungen als früher und die Ausstellungen sind sehr interessant. Wir haben schon viele Kontakte geschlossen und sind sicher, dass diese Messe ein Erfolg wird.

MARK BJELJAWZEW


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