stela Laxhuber GmbH
Schonende Spantrocknung

Schonende Spantrocknung

Bandtrockner steigert Qualität und senkt Abgaswerte
Bei der Spanplattenherstellung sorgen in der Regel Trommeltrockner für den Wasserentzug aus den Spänen. Immer häufiger kommen aber auch Bandtrockner zum Einsatz. Einer, der unlängst von Trommel auf Band wechselte, ist der italienische Plattenproduzent Invernizzi. Besonders schätzt das Unternehmen die massiv gesunkenen Immissionen.

Mit rund 100.000 ha verfügt Italien über einen der größten Pappelbestände Europas. Daraus fertigt das Land am Apennin über 200.000 m3/J Furnier- und Sperrholzprodukte. Ein Betrieb, der sich diesem leichten und schnell wachsenden Holz verschrieben hat, ist das Traditionsunternehmen Invernizzi. Am nahe Cremona gelegenen Produktionsstandort verarbeitet man jedes Jahr 150.000 t Pappelholz zu flächigen Werkstoffen.
Hochwertiges Rundholz gelangt dabei in die Sperrholzproduktion. Material, das dafür nicht geeignet ist, wird zu Spanplatten weiterverarbeitet oder thermisch verwertet. Für die Spänetrocknung in der Spanplattenproduktion von 50 auf 1 bis 2,5 % Holzfeuchte sorgt seit wenigen Monaten ein Bandtrockner des bayerischen Trocknungsspezialisten Stela Laxhuber aus Massing. Die Anlagenkapazität liegt bei 5 t/h.

Bessere Trocknungsergebnisse
Über Jahrzehnte hinweg trocknete Invernizzi seine Pappelspäne mithilfe eines Trommeltrockners. Jetzt entschied sich das Unternehmen erstmals für einen Stela Laxhuber- Bandtrockner. Als Gründe dafür nennt Projektleiter Stefano Fantini das bessere Trocknungsergebnis, die wegfallenden Immissionen und den geringeren Energieverbrauch.
Die Trocknungstemperatur in der Anlage beträgt unter 100° C, womit eine deutlich längere Verweildauer der Späne von 20 bis 30 Minuten einhergeht. „Mit dieser schonenden Trocknung erreichen wir ein wesentlich homogeneres Ergebnis. Zudem werden keine Feinanteile mehr verbrannt, was sich in der Spanplattenfarbe positiv niederschlägt“, berichtet Projektleiter Stefano Fantini beim Besuch des Holzkurier. Stela Laxhuber-Vertriebsleiter Tobias Latein ergänzt, dass durch die schonende Trocknung mehr Lignine und Terpene im Holz verbleiben, was den Leimauftrag in der Plattenproduktion positiv beeinflusse.
Als weiteren Vorteil nennt Fantini die geringere Trocknungstemperatur: „Früher mussten wir den Spänen mithilfe eines hochtemperierten Thermoöls das Wasser entziehen. Jetzt ist dafür Heißwasser ausreichend.“ Der thermische Energieverbrauch gleicht laut Latein jenem von Trommeltrocknern, geringer ist hingegen der Stromverbrauch der Anlage.

Kein Staub, kein Filter
Die Investitionskosten eines Bandtrockners liegen in der Regel über dem eines Trommeltrockners. „Für einen realistischen Vergleich muss man aber auch die Filteranlagen berücksichtigen. Dann sind die Kosten in etwa gleich hoch“, informiert Latein und ergänzt, dass ein Stela-Bandtrockner im Prinzip nur Wasser emittiert. Der Staubausstoß liegt ohne Filter unter 5 mg/Nm3 – die VOCund Aerosol (Blue Haze)-Werte befinden sich ebenfalls unter den geforderten Grenzwerten.

Erst der Anfang
Mittlerweile hat Stela Laxhuber bereits über 20 Bandtrockner für die Holzwerkstoff-Industrie mit Endfeuchten unter 2 % gebaut. Darunter befinden sich auch 60 t/h-Großanlagen für die OSB-Produktion und Trockner für die Klotzherstellung. Latein sieht darin erst den Anfang eines großen Trends: „Egal, ob Bedienbarkeit, Produktqualität, Abgasthematik, Kosten oder Energieverbrauch – Bandtrockner sind in jeder Hinsicht die bessere Entscheidung.“ Eine Einschätzung, die man bei Invernizzi mehrere Monate nach dem Umstieg teilt.


Projektleiter Stefano Fantini ist mit der Umstellung von Trommel- auf Bandtrockner sehr zufrieden.

Titelbild: Mithilfe dieses Bandtrockners von Stela Laxhuber entzieht der italienische Spanplattenproduzent Invernizzi seinen Pappelspänen das Wasser. Die Anlagenleistung liegt bei 5 t/h.


Quelle:
Holzkurier vom 21.12.2017, Ausgabe 51-52  
Verfasser: Günther Jauk


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