Mais-Trockner mit flexibler Leistung

Stela ergänzt Biturbo-Durchlauftrockner um aktive Wärmerückgewinnung

Bis zu 30 t biologisch angebauter Mais stündlich wird die Trocknungsgenossenschaft Reding ab Herbst 2021 in ihrem neuen stationären Durchlauftrockner von Stela verarbeiten. Die eingesetzte Biturbo-Technologie des bayerischen Spezialisten sorgt dabei neben beachtlichem Durchsatz und schonender Temperatur auch für mehr Spielraum bei der Chargengröße. Gleichzeitig wird das neue Modell mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet und damit noch energieeffizienter.

Die knapp 30 Silos, welche bis zu 100.000 t Ernte der niederbayerischen Trocknungsgenossenschaft Reding fassen, sind von der A 3 wohl kaum zu übersehen. 1969 wurde die Genossenschaft von den damals 100 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen, um die Trocknung und Lagerung von Getreide, Raps und Sojabohnen – hauptsächlich jedoch Mais – effizienter zu organisieren und so gemeinsam zu wachsen. 2019 feierte sie ihr 50. Jubiläum. Bei der jüngsten Investition des mittlerweile 900 Mitglieder starken Zusammenschlusses spielte dieser partnerschaftliche Gedanke eine Rolle, denn: Der Hersteller des noch in diesem Jahr die Anlage ergänzenden siebenten Trockners, Stela Laxhuber, war von der ersten Stunde an mit dabei.

Auf Prototyp folgt Folgeauftrag mit Sonderausstattung
2000 t Nassmais konnten täglich in den bisher sechs Trocknern auf ihre Einlagerung vorbereitet werden. Besonders im Herbst werden diese enormen Kapazitäten benötigt, damit die frische Ernte ihre hohe Qualität behält. In diesem September, pünktlich zur Maissaison, geht ein siebter Trockner an den Start. Für den geschäftsführenden Vorstand der Genossenschaft, Georg Grill, gab es keinen Zweifel an einer erneuten Zusammenarbeit mit Stela: „Wir sind mittlerweile mehr als nur Kunde und Lieferant. Die jahrzehntelange Zusammenarbeit und die gemeinsame Konzeption unseres sechsten Trockners ließen eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe entstehen.“ So stelle der nun siebte Trockner eine Weiterentwicklung dieses Prototyps dar. Reding und Stela arbeiteten weiter an der Energieeffizienz und entwickelten eine hochflexible Anlage, die speziell für die Anforderungen von biologisch angebautem Mais ausgelegt ist.

Zwei Temperaturzonen sorgen für schonende Trocknung
Die stationäre Durchlauftrocknungsanlage AgroDry® mit STELA-Biturbo-Technologie kann 30 t Biomais innerhalb einer Stunde von 30 auf 15% Feuchte heruntertrocknen. Um die Qualität des Trocknungsguts zu erhalten, durchläuft es zwei unterschiedliche Temperaturzonen. Nassgut gelangt von oben in die erste Zone bei schonenden 100 bis 110°C Trocknungstemperatur. Im darunter liegenden Trockengutbereich erfolgt dann die finale Trocknung auf Endfeuchte mit 120 bis 135°C. Dazu wird die Frischluft ➀ im unteren Bereich der Trocknungsanlage angesaugt, von einem Gasflächenbrenner ➁ erwärmt und zusammen mit einem Gemisch aus vorgewärmter Zuluft der Kühlzone und nicht gesättigter Umluft aus dem Umluftbereich ➂ des unteren Trocknungsabschnittes dem sogenannten Trockenproduktbereich ➃ zugeführt. In diesem Trockenproduktbereich kann das Produkt mit höheren Warmlufttemperaturen von 120 bis 135°C oder höher behandelt werden, ohne dabei den Mais zu schädigen, da er hier bereits eine verringerte Produktfeuchte von 18 von 20% aufweist. Die noch relativ warme Abluft ➄ aus dieser Zone wird dann mittels eines weiteren Axialventilators ➅ in den oberen Bereich der Trocknungsanlage zurückgeführt, um erneut mit erwärmter Zuluft ➆ von einem weiteren Gasflächenbrenner vermischt zu werden, sodass eine produktschonende Warmlufttemperatur von ca. 100 bis 110 °C für die Vortrocknung erreicht wird. Je nach Produktfeuchte und Reifegrad ist diese Temperatur flexibel einstellbar. Diese Warmluft wird zunächst durch den oberen Nassproduktbereich ➇ geführt, ehe von einem dritten Ventilator ➇ die entzogene Feuchtigkeit als Fortluft an die Umgebung abgegeben wird.

Energieeffiziente Trocknung auch kleiner Chargen Biomais
Biologisch angebauter Mais falle in Deutschland nicht allzu oft in riesigen Mengen an. Daher sei es für die Trocknungsgenossenschaft von besonderem Wert, dass der Trockner flexibel sei: „Durch seine Aufteilung in zwei mal zwei Trocknungszonen ist auch ein Teillastbetrieb mit einem Viertel der Leistung für kleinere Chargen möglich“, erklärt DI (FH) Christoph Höfler, der Vertriebsansprechpartner bei Stela. „Gleichzeitig lässt er sich ohne weiteres auch als Unterstützung für die Trocknung einer konventionell angebauten Ernte nutzen, wenn zusätzliche Kapazität gefragt ist.“

BILDTEXTE
Mittels eines ausgeklügelten Systems werden die Vorteile der Wärmerückgewinnung genutzt, um gleichzeitig das Produkt besonders schonend zu trocknen. (Darstellung: Stela Laxhuber)

Die Trocknungsgenossenschaft Reding setzt seit ihrer Gründung 1969 auf Stela-Trockner. Sechs davon leisten bereits Jahr für Jahr zuverlässig ihren Dienst. (Foto: Stela Laxhuber)